Serie: Das Feld – 2013-2014

Serie: Das Feld – 2013-2014

Die Monotypie-Serie Das Feld ist 2013-2014 entstanden. Diese Serie lehnt sich an die gleichnamige Fotografie-Serie Das Feld, welche 2012-2013 entstanden ist und ein Feld im Focus hat, welches ein Jahr lang und wöchentlich einmal von mir fotografiert wurde.
Die farbliche und jahreszeitliche Veränderung des Feldes ist in den Fotografien sehr deutlich zu sehen und zugleich sehr beeindruckend, da sich nur dadurch die wahrnehmbare Stimmung stark ändert.
In den Monotypien habe ich versucht, mich auf die farblichen Veränderungen zu konzentrieren und diese als Hauptmerkmal hervorzuheben. Die Details der Landschaft sind stark abstrahiert und in Farbflächen aufgelöst.

Die Serie besteht aus 54 Arbeiten; Größe jeweils: 50 x 70 cm; Monotypie und Kartondruck, mehrfarbig

Text aus der Dokumentation: 25 Jahre Atelierhaus Panzerhalle herausgegeben von Rahel Schrohe für das Neue Atelierhaus Panzerhalle:

In einem ganz direkten Verhältnis zu jener Landschaft, die das Atelierhaus umgibt, steht die Werkgruppe Das Feld, 2013/14 von Beret Hamann.
Für die Dauer von mehr als einem Jahr hatte Hamann wöchentlich einen Acker in der Nähe des Atelierhauses porträtiert. Entstanden sind insgesamt 54 mehrfarbige Werke desselben Formats, die den Einfluss der Jahreszeiten und des Klimas auf die Vegetation in abstrahierter Form und farblichen Nuancen wiedergeben. Zwölf Arbeiten aus dieser Gruppe wurden für die Ausstellung ausgewählt und repräsentieren hier den Zyklus.
Jedes Bild ist im Verfahren der Monotypie hergestellt, in einer Drucktechnik also, bei der von einer Platte – in diesem Fall eine Glasplatte – nur ein einziger Abzug erzeugt werden kann. Hamann hat dafür die Farbe mit einer Rolle auf die Glasplatte übertragen und nach und nach jede Farbschicht auf den Papierbogen abgedruckt. Für die stärker strukturierten Farbflächen in der Mitte des Bildes (der Wald, die aufgeschichteten Heuballen) kam ein zusätzliches Kartondruckverfahren zum Einsatz.“

Beret Hamann - Trabzon - Fensterblick

Zimmer mit Meerblick

Aus dem Projekt: „Zimmer mit Meerblick“, Corona-Quarantäne im Ganita-Life-Otel Trabzon, Türkei 2020

Wegen einer Corona-Infektion zur Zwangsquarantäne im Hotelzimmer verurteilt, begann ich der Zeit etwas Sinnvolles abzuringen. In der Enge des Hotelzimmers bleibt nicht viel, womit man sich beschäftigen kann. Ein Blick aus dem Fenster kann lebensrettend und zur täglich notwendigen Routine werden. Fast zwanghaft beginnt man alles zu studieren, was um einen herum ist. Jedes kleine Ding, jedes Detail wird zum Studienobjekt und Objekt der täglichen Betrachtung, so auch der Blick aus dem Fenster, dem ich von Tag zu Tag mehr abringen konnte, die täglich sich verändernden Wolkenbildungen, das Licht, die Farben, die Flugzeuge am Himmel, die Schiffe auf dem Wasser, das menschliche Treiben auf der Straße beim Blick nach unten. Minutenlang, gefühlt stundenlang schweiften meine Augen täglich umher, um jedem Tag etwas Neues zu entlocken. Die Licht- und Farbverhältnisse draußen begann ich täglich mehrmals mit der Kamera festzuhalten, woraus eine serielle Arbeit entstand. Ein Ausschnitt daraus ist hier zu sehen.
August-September 2020

mountains 2012

Aus der Serie: mountains 2012

Zwischen Zwangsquarantäne und Zukunftsträumen

Ausstellung in der a|e GALERIE in Potsdam, Charlottenstr. 13
Vernissage am 8. Oktober 2021 von 17-21 Uhr
Fotografie | Video | Malerei | Installation
Irene Anton | Bernard Divendal | Rainer Ehrt | Beret Hamann | Maïa Kleinknecht |
Ute Manoloudakis | Oliver Zabel

Ausstellung vom 9. Oktober bis 19. November 2021

Beret Hamann - Zwangsquarantäne und Zukunftsträume

In der Ausstellung der a|e GALERIE zeige ich einen Ausschnitt aus meinem Projekt:
Zimmer mit Meerblick – positiv in Trabzon/Türkei

Vor Rückflug nach Deutschland positiv getestet, saß ich mit meinem türkischen Ehemann von August bis Ende September in einem Hotelzimmer in Trabzon in Quarantäne fest. 4 Wochen insgesamt, da auch der zweite Test wieder positiv war.
In dieser unglaublich langen Zeit des Stillstands sind eine Menge Dokumente entstanden, die diese triste Zeit eingefangen haben, Fotografien mit dem täglichen Blick aus dem Fenster, kleine Videoschnipsel, Skizzen, Aufzeichnungen und ein Tagebuch, sowie diverse Kommunikationen im Chatroom, die mehr als eindrücklich diese Zeit der Ungewissheit dokumentieren. Ein Resümee über die Langsamkeit der Zeit und dem, was man mit ihr anfängt, um nicht „verrückt“ zu werden, sowie die Zweifel und Befürchtungen, da jemals wieder lebend rauszukommen.

In dieser Zeit kontaktierte und interviewte mich die Kuratorin Yang Li. Das Interview erschien als Artikel Anfang 2021 online.

Artikel von Yang Li, 2021, Beret Hamann: Quarantine Days in Turkey

Begrüßung

42 schlafende Straßenhunde – Istanbul 1, (Ausschnitt) 100 x 80 cm, Öl auf Leinwand, 2019

Schlafende Hunde soll man nicht wecken …

Istanbuls schlafenden Straßenhunden begegnet man überall in der Stadt. Sie liegen auf den Straßen herum, gelassen in der Sonne und gelegentlich muss man über sie steigen, wenn man einen Laden o.ä. betreten will. Immer wieder habe ich sie beobachtet, war fasziniert davon, wie ein friedliches Nebeneinander zwischen Hunden, Katzen und Menschen in der Millionencity möglich sein kann. Irgendwann beschloss ich, mich näher mit ihnen zu beschäftigen.

Das Projekt der schlafenden Hunde Istanbuls ist work in progress.
Bei 48 Stunden Neukölln im Sommer 2021 in Berlin, stellte ich dieses Projekt innerhalb des Art-Speed Datings am Kindl erstmals vor.